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Gewürze im Advent


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Aktuelle Rezepte
Mandelkuchen mit Weinbrand
(© by Kira - Eingestellt am 23.11.18)
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Joghurt-Brötchen mit Ei
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Garnelen in Kokos-Sauce
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27.11.2018

Guten Tag!

Nachdem so viele Leute schon mit der Weihnachtsbäckerei beschäftigt sind, möchte ich mich heute einmal mit den Gewürzen beschäftigen, die zu Zeiten der Weihnachtsbäckerei Hochkonjunktur haben.
Unsere Vorfahren haben auf der Suche nach den kostbaren Gewürzen manche Wüste durchquert. Sie segelten über die Weltmeere und haben dabei – ganz nebenbei – neue Länder entdeckt.

Für uns ist es heute selbstverständlich, aus unglaublich vielen Gewürzen nach Herzenslust auswählen zu können und unseren Speisen die richtige Würze und ein tolles Aroma zu geben. Besonders in der Adventzeit sind unsere Häuser mit herrlichen Düften erfüllt, denn in dieser Zeit greifen wir besonders gerne zu den feinen Gewürzen wie Vanille, Zimt, Nelken, Koriander und Anis. Erinnern Sie diese Düfte auch immer an Ihre Kindertage? Ich denke dann direkt an unsere Mutter, die oftmals in der Nacht die Plätzchen gebacken hat. Zum einen, weil tagsüber keine Zeit dafür war und auf der anderen Seite war das ganz praktisch, weil wir Kinder dann nichts mitbekommen haben. Und wenn am anderen Morgen der Plätzchenduft noch im Haus verteilt hing, da wurde uns berichtet, dass wohl das Christkind in der Nacht Plätzchen gebacken haben muss. Das waren wunderschöne Zeiten, als wir noch an das Christkind glaubten. Was Gerüche doch alles bewirken können. Sie versetzen einen sogar zurück in die Kindheit, die über ein halbes Jahrhundert vorbei ist…

Der Handel mit Gewürzen reicht sehr weit zurück. Bereits viele Jahrhunderte vor Christi Geburt war der Gewürzhandel ein einträgliches Geschäft und nur ganz hochgestellte Persönlichkeiten konnten sich Gewürze leisten, während das einfache Volk nahezu völlig ohne Gewürze auskommen musste. Aber das war man so gewohnt und kannte das nicht anders.

Der Gewürzhandel war fest in arabischer Hand – über 5000 Jahre lang. Mit Eseln und Kamelen wurde die wertvolle Fracht auf gefährlichen Wegen zu den Handelsstädten jener fernen Zeit transportiert. Vom Orient fanden die Gewürze ihren Weg über das Mittelmeer zu den Römern, die für die weitere Verbreitung in Nordeuropa sorgten. Hauptumschlagplatz im Mittelmeer war die Lagunenstadt Venedig. Der Gewürzhandel brachte der Stadt sehr großen Reichtum.

In Deutschland profitierten vor allem Hamburg und Lübeck vom Gewürzhandel. Kein Wunder, wurde doch Pfeffer in fernen Zeiten mit purem Gold aufgewogen. Gewürznelken und Muskatnuss waren einmal sehr begehrte Statussymbole, die gerne als Armbänder oder Halsketten getragen wurde. Man zeigte also schon immer gerne „was man hat“…. In Adelskreisen ging das sogar so weit, dass man – nur um den eigenen Wohlstand zu demonstrieren – die Speisen völlig überwürzte.

Doch schon recht bald entdeckte man, dass Gewürze nicht nur „Geschmack & Duft“ geben, vielmehr konnte man auch Speisen und Getränke damit haltbarer machen. Außerdem wurde auch schon recht früh festgestellt, dass Gewürze belebende, heilende oder beruhigende Wirkung auf den Menschen haben können. Ärzte und Apotheker rührten schon damals Pülverchen und Salben gegen allerlei Zipperlein.

Weihnachtsgebäck ohne Zimt, Vanille und Kardamom? Das geht gar nicht. Beginnen wir einmal mit der Vanille. Heute weiß man, dass die damaligen Bewohner Mexicos (Azteken) bereits vor der Entdeckung Amerikas ihre Getränke -wie Kakao -mit Vanille gewürzt haben. Vanilleschoten sind die fermentierten Früchte von tropischen Orchideen. Vor allem das Innere der Schote – das Vanillemark – hat ein ganz besonderes Aroma. Die Schote wird der Länge nach aufgeschnitten, das Mark mit dem stumpfen Messerrücken herausgekratzt und dann unter den Teig gerührt (Kipferl, Spritzgebäck usw.) und wenn Sie es den mexikanischen Ureinwohnern nachmachen möchten, dann geben Sie etwas davon in Ihren Kakao. Die Schote selbst kann man in Flüssigkeiten auskochen, um das ganze Aroma auszunutzen. Ausgekratzte Schoten geben Sie am besten mit Puderzucker in ein Schraubglas, womit Sie den allerbesten Vanillezucker nicht nur preiswert, sondern auch ganz besonders aromatisch hergestellt haben. Da kommt keine gekaufter Vanillezucker mit!

Zimt wurde früher fast nur in der Adventszeit verwendet, heute nutzt man dieses wundervolle Gewürz das ganze Jahr über und zwar nicht nur zum Backen und für Glühwein oder Punsch, sondern vermehrt auch zum Kochen. Zimt ist übrigens eines der ältesten Gewürze überhaupt. Schon vor mehr als 4500 Jahren wurde Zimt in den chinesischen Küchen verwendet. Erst ab dem 4. Jahrhundert vor Christus war Zimt auch in der Küche der Römer und Griechen zu finden. Als die Portugiesen im 14. Jahrhundert Ceylons Zimtwälder entdeckten, kam Zimt auf dem Seeweg nach Europa. Zwischenzeitlich haben Forscher die blutzuckersenkende Eigenschaft von Zimt entdeckt. Schon 1 g Zimt täglich soll den Blutzucker um gut 20% senken. Außerdem soll Zimt dabei helfen, Gifte aus dem Körper auszuleiten, er beruhigt das Nervensystem und wirkt gegen Magen- und Verdauungsbeschwerden. Ganz nebenbei schmeckt er auch noch total lecker. Ich jedenfalls bin bekennender „Zimt-Fan“….

Kardamom ist seit etwa 3000 vor Christus in Indien und wenig später auch in China bekannt. Über Griechenland kam das Gewürz ins „alte Rom“, wo es zu den beliebtesten Gewürzen überhaupt zählte. Im Mittelalter bekämpfte man mit dem Gewürz blaue Flecken und wer Magenprobleme hatte, genehmigte sich einen Kardamom-Aquavit. Das etwas „streng“ schmeckende Gewürz regt die Magensaftbildung an, hilft gegen Appetitlosigkeit. In Indiens Küche werden große Mengen dieses Gewürzes verbraucht. Es wird sowohl zu herzhaften Gerichten, aber auch für Süßspeisen benutzt. Kardamom wächst an schilfartigen Stauden in Bergwäldern. Sein Geschmack erinnert etwas an feine Schokolade, weshalb das Gewürz in deutschen Küchen hauptsächlich für Süßspeisen genommen wird.

Nelken werden – fein gemahlen- in Lebkuchen und anderem weihnachtlichen Gebäck verwendet, dürfen aber auch im Glühwein oder der Feuerzangenbowle nicht fehlen, denn sie sorgen hier für den etwas scharfen, würzigen Geschmack. Gewürznelken sind die getrockneten Blütenknospen des Gewürznelkenbaumes. Ein immergrüner Baum, der bis zu 10 m hoch werden kann und dessen ursprüngliche Heimat auf den Molukken (Gewürzinsel) war. Das Kauen von Gewürznelken hat eine betäubende Wirkung, weshalb das Gewürz als Hausmittel bei Zahnschmerzen eingesetzt wird.

Piment ist ein Gewürz, welches nach Zimt, Muskat und Nelken schmeckt. Vielleicht ist das der Grund dafür, dass man das Gewürz auch als „Nelkenpfeffer“ bezeichnet? Ganz fein gemahlen würzt man damit Spekulatius, Printen aber auch Glühwein.

An dieser Stelle möchte ich (ausnahmsweise) einmal ein Buch empfehlen: „Kochen mit Vanille, Zimt und Kardamon“, Verlag Schnell, Warendorf. Die beiden Autorinnen haben mit den drei Gewürzen experimentiert und dabei sind schöne, ungewöhnliche Gerichte entstanden, die auf 152 Seiten zum Nachkochen einladen.

Damit entlasse ich Sie jetzt in Ihre Küche oder an den Herd.

Wir wünschen Ihnen viel Vergnügen mit Ihrer Weihnachtsbäckerei und eine wunderschöne Adventszeit. Genießen Sie jeden einzelnen Tag!

Kira & die Kochfreunde

In eigener Sache: Nur noch zwei  Wochen!!!
Wie bereits mehrfach mitgeteilt, schließen wir unsere Homepage zum 31.12.2018. Sie haben also noch ausreichend Zeit, sich Ihre Lieblingsrezepte auszudrucken oder zu speichern. Am 2.1.2019 gehen wir vom Netz, dann geht nichts mehr! Nutzen Sie die verbleibende Zeit

Ein wichtiger Hinweis:
Die Rezepte sind alle von den jeweiligen Autoren nachgekocht, ausprobiert und für gut befunden worden, in dieses Forum gestellt zu werden. Jeder Autor ist für sein Rezept verantwortlich. Leider werden vermehrt Rezepte von skrupellosen Geschäftsmachern einfach kopiert - also gestohlen- und dann (meist für € 2,--pro Minute) in einem anderen Forum angeboten. Wir weisen an dieser Stelle darauf hin, dass alle unsere Texte durch das Urhebergesetz ( u.a. § 15; § 96 ff UrhG.) geschützt sind. Eine Verwertung im Internet oder anderen Medien ohne Erlaubnis der Urheber ist immer rechtswidrig. Wir werden in JEDEM Fall Strafantrag stellen! Sie, als privater Nutzer, haben selbstverständlich die Möglichkeit, sich Rezepte Ihrer Wahl auszudrucken und natürlich auch zu sammeln, um sie für Ihre privaten Zwecke zu nutzen. Dafür machen wir uns ja die Arbeit. Und alles völlig kostenlos!!! Es kann aber nicht sein, dass andere Leute mit unseren Beiträgen Geschäfte machen. Wir bitten daher an dieser Stelle um Ihr Verständnis, dass Veröffentlichungen unserer Beiträge ohne unser Einverständnis nicht geduldet und strafrechtlich verfolgt werden.

Wir bedauern, aber das musste leider gesagt werden.

Wir wünschen Ihnen jetzt viel Spaß mit unseren Beiträgen und hoffen, Sie finden viele Anregungen und haben - genau wie wir alle- viel Spaß am Kochen und allem, was damit zusammenhängt.

Mit herzlichem Gruß

Kira & Chili und alle Kochfreunde,